Mittwoch, 28. April 2010

es buggyt, und how to vermeid Streit?

Wir waren bei den Buggy Wochen des Babyladens unseres Vertrauens, und natürlich gleich zugeschlagen, bzw. ich.
Da Göttergatte arbeitstechnisch okkupiert war.Einen Dank in den Schwarzwald, wir wurden gesponsert.
Wir sind jetzt im Besitz eines braunen Straßenflitzers, was zuerst eine Recherche von mindestens einer Woche im Internet bedurfte.
Jetzt haben wir das am besten getestete Produkt, frei von Schadstoffen, Baby hat viel Platz, ist gut zusammenlegbar und ein Liegebuggy.
Also konnt ich Bärchen gleich nach dem Kauf hineinsetzen, erstmals in Blickrichtung zur Umwelt und siehe da, er schlief zwei Minuten später ein.
Test vom Bärchen bestanden.
Ansonsten bin ich auch zufrieden, läßt sich gut zusammenlegen, einzig in unseren 60iger Jahre Miniatur-Aufzug muß man ihn vorne anheben.
Da kam gleich die Schelte vom Mann, daß ich das hätt besser vermessen müßen.
Sagte er, ich ignorierte. Habe ürbigens Vermessen, jedoch bei Länge einfach den Zollstock angehoben, dann ging sichs aus.


Ich glaube, daß ist sowieso der Trick im Umgang mit seinem Partner, viel ignorieren.
Das mindert die Streithäufigkeit.
Wenn ich jedes Mal, wenn Gatte sich über meine Zeitpläne aufregt, mit ihm das ausdiskutieren würde, oder wenn er mich dafür verantwortlich macht, das er etwas nicht findet, was er vor zwei Tage im Kampf gegen Kleinkariertheit und Spießigkeit, mal ganz woanders hingeräumt hat.
Dann..dann..sag ich nichts.
Denn das Beste für sein Gleichgewicht ist es sicher, jemand anderen zu finden, der "Schuld" ist.
Darin bin ich übrigens auch Meisterin "Schuld" bei dem anderen zu finden, damit gehts einem selbst echt richtig gut.

Versuche doch mal einen Tag lang, bei allem was nicht klappt wenn anderen Verantwortlich zu machen, das wird ein guter Tag..



Sonntag, 25. April 2010

Rausgehen

In big B ist derzeit der erste Sommer eingekehrt und daß merken wir auch bei uns.
Trotz anstrengender Jucknächte toleriert man die Schlafstörungen deutlich besser, wenn morgens die Sonne lacht und eine Extraportion Melatonin freigesetzt wird.
Daneben können wir jetzt wirklich jeden Tag raus und ausführliche Spaziergänge machen.
Außenwelt wir kommen...

Da ich ja mittlerweile eine Zoo-Mamakarte habe-mit eigenem Foto, was gleich Neid bei Göttergatte schuf- gehen wir jetzt regelmäßig Tiere schauen.
Lukibärli findets toll, aktuelle Lieblingstiere Affen und auch Elefanten.
Vor Raubtieren hat er Angst, eh ganz vernünftig.
Man mag sich gar nicht vorstellen was alles passieren kann, wenn Luki das süße Löwenbaby mit einer Plüschkatze verwechselt und ihr mal ins Ohr beißt, besser saugt..
Brrr ein Babyblutbad!!

Wegen eines tragischen Unglücks in Cottbus, ein Husky-Schäfer-Mix biß ein 8 Wochen altes Mädchen Tod, ist wieder die Diskussion Baby- versus/ und Hundehaltung entbrannt.
Ich selbst bin ja Besitzerin eines Jagdhundes, den ich jedoch nach der Geburt von Luki in die Obhut meiner Mutter nach Österreich gegeben habe, da a) der Hund von mir vernachläßigt worden wäre und ein Baby richtig arbeitsintensiv ist, b) halte ich es an sich für schwierig einen alten Hund, der keine Kinder gewöhnt ist, an so ein kleines Wesen heranzuführen.
Somit eigentlich ein Schutz für beide.
Abgesehen davon hat er dort einen Garten und sicher dreimal soviele Leckerlis wie bei mir.
Natürlich kennt Wuff meine Mum seit klein auf.
Ich glaube dies spiegelt auch meine Meinung wieder, an sich ein Hund ist in der Stadt schon möglich, wenn man ihm ausreichend Raum und Auslauf bietet, ansonsten purer Egoismus und auch gefährlich, was man leider immer wieder hört.
In der Hundeschule, die wir gemeinsam absolvierten, wurde immer wieder betont, zu K und K Zeiten trugen die Soldaten links den Hund, rechts die Waffe.

Es gibt in Berlin unglaubliche viele Köter, die meisten jedoch von den Hundstrümmerl am Wegesrand zu beurteilen, deutlich zu groß für die Stadt.
Ich glaube das spiegelt sich eindeutig falsch verstandenes "Alternativsein" wieder.
Und jetzt wos Wetter wieder schön wird, werden auch die Riesendoggen ohne Leine auf der Martin-Lutherstraße ausgeführt.
Dann hört man einen schmächtigen, jungen, deutlich parfümierten Mann wiederholt "Rocky" rufen und es passiert...nichts...
He Jungs, das kanns doch nicht sein.
Das ist eine Menschenwelt...mit den Gesetzen der Menschen...




Peter Fox- "Schwarz zu blau"

Und überall liegt Scheiße, man muss eigentlich schweben
Jeder hat 'nen Hund, aber keinen zum Reden .







Freitag, 23. April 2010

Drunk baby

Was mich die letzten Tage wirklich beeindruckt hat war a), daß sich Lukimaus zum Schlafen seit neuestem "aufhängt".
Er fädelt geschickt, trotz Schlafsack, zwischen den Gitterstäben seines Babyknast-Bettchensmit den Füßchen ein und dreht sich auf die Seite, geplante Stabilisierung durch das Festhalten.
Was aber erst nach einigen Anläufen gelingt und so ein Baby hält einen durch erbostes Geschrei eh immer auf dem Laufenden, was grad nicht klappt.
Letztlich liegt er dann so da wie eine seitliche Fledermaus, schubbert sich noch ein bisschen am Kopf und findet nach gefühlt unendlichen Malen Schnuller in den Mund stecken in den Schlaf.
Was ist man dann froh für sein Kind und sich selbst, daß das klappt.

Das andere was ich euch unbedingt zeigen möchte ist das neue Video von LCD Soundsystem, "Drunk Girls".
Hat mich stark an das Chaos bei uns zuhause, und das Unvorhergesehene durch so ein Baby erinnert.
Wenn der Kleine wiedermal seine gesamte Mahlzeit über den Perserteppich erbricht, vom Wickeltisch Richtung Fenster strullert, dabei seinen frisch angezogenen Body naß macht, Reiswaffeln mit den Fingerchen im Wohnzimmer zerbröselt, überall Babysachen rumliegen..
Das Beste daran, es ist ein Kunstwerk und macht Spaß...
ERKX C ....ELuya 4r"! ^^2212WEQ..Q22^^..GENAUSOax ^x 1QWIE DIE VON SAA WWWWWWW cdw 3
Das vorgeschriebene ist übrigens orginal Lukas und bisschen Mama.. ebenso ein Kunstwerk..

Wie eigentlich das ganze Baby...


Dienstag, 20. April 2010

Ist mein Baby in?

Gestern, an einem echt schönen Sonntag für Berlin (wolkenlos, Sonnenschein und 20 Grad und flugzeugfrei), machten wir uns aus unserem modrigen Wilmersdorf mit einem Altersschnitt von geschätzten 73 auf ins trendige Friedrichshain.

Dies bedarf zwar immer Überzeugungsarbneit, da Göttergatte keine Lust auf die, seiner Meinung nach engen Bebauung und den unglaublich vielen, mehr oder weniger coolen jungen Menschen hat.

Eine Westberliner Arbeitskollegin von mir, die auch in Wilmersdorf lebt, um die 60 ist, erzählte mir mal, daß sie die letzten 3 Jahre nicht den "Westen" verließ.
Es gab nichts was sie dort aufsuchen wollte.
Irgendwie bezeichnend,oder?
Ich selbst, finde es immer wie einen Ausflug in eine andere Stadt oder besser Welt. Überteuerte Luxuslofts neben graffitiverschönerten Altbauten, und natürlich viele junge, bzw. junggebliebene Menschen.
Clubs die schon zur Marke geworden sind, Verweis White Trash, Kaffee burger...

Wir fuhren zum Flohmarkt am Boxi (Boxhagener Paltz), da ich Spielzeug für Luki suchte,
Genau: so ein Holz- Drahtspielzeug, welches verschiebbare Kugeln hat. Pädagogisch wertvoll ;-).
Und ich war mir sicher, das dort zu finden, da ja auch der "Punk" in Berlin aus seinem Kind das beste machen will.
Hatte natürlich recht, schon nach ca. 5 Minuten Bummel am überfüllten Markt, verkaufte eine nette Mitte 30igerin mit abrasierter halben Haupthaar und schlichter, dunkler Kleidung mir das Spielzeug um 3 €.
Ein Schnäppchen, zustand war okay.

Und natürlich waren an dem schönen Tag auch jede Menge Babys mit ihren Haltern unterwegs, alle Straßencafes waren offen. Ich wollte mir die Knichbar in der Krossener Straße ansehen, doch dort angekommen stellte ich fest, das eigtenlich überall anders außer in dem expliziten Babycafe kleine Menschen waren.
Kein gutes Zeichen oder?
Vielleicht gibts dort abgelaufene Muttermilchplätzchen oder Pastinakenkotzetaler?

So, mußten wir weiter und haben uns für einen Neuland -Burger (DAS Biorind hier oben) in einem Imbiss entschieden.
Danach war Luki das erste Mal in seinem Leben auf einem Spielplatz, zwar nur als Zuseher, da Göttergatte meinte Sand sei zu schmutzig, aber doch..

Und natürlich beginnt man dann sein Baby mit den anderen anwesenden zu vergleichen.
Welche Augen, Haare, Gesichtsform und natürlich Outfit.
Ein anderer wichtiger "Hipheitsfaktor" beim Baby ist die gefühlte Genervtheit der Eltern durch den Balg.
Anstrengendes Kind minus 100 Plätze.

Im Gesamt muß ich sagen, daß Luki mit seiner neuen braunen Jacke, bisserl Fliegerstil, der blauen Jeans und dem niedlichen blau gestreiften Zipfelmützchen, dazu sein supercharmanter Blick aus den braunen Kulleraugen, das tolle zahnlose Lächeln, trotz Herkunft aus Wilmersdorf
ziemlich weit vorne war.

Er wurde sogar dort geboren (Martin-Luther Krankenhaus, aus Funk und Fernsehen bekannt, da sich diverse Politker und Schauspieler dort behandeln ließen) , nur das Beste für Pupsi ;-)..
Hat sich zwar während der Geburt als nicht besonders richtig herausgestellt, aber er ist immerhin gut gelandet.

Hippes Baby stilecht im Manducca Lucky Star transportiert. Wir sahen sogar so aus, als würden wir ums Eck wohnen ;-)..

Mittwoch, 14. April 2010

Allergiezwerg

Die Fortsetzung unseres Ostermärchens ist die einer unglaublichen Menge an Restriktionen und Allergien.

Man glaubt gar nicht worauf so ein kleines Wesen alles allergisch sein kann, wo er eigentlich nur Muttermilch bekam..Oder Schatzi ;-)???
Nach dem folgenden Kinderarztbesuch ist es amtlich, Luki ist ein Ekzem- und Allergiebaby.
Der Allergiewolf packte ihn bei Milchprodukten und Ei..
Es bestehen ja eh nur circa 2/3 aller Lebensmittel und Gerichte aus den Zutaten..Leicht zu vermeiden.
Das aller furchtbarste aber:
Ich selbst mußte für 1,5 Woche mir all dieser Dinge entsagen. Da ich ihn ja noch stille, meinte der Allergologe als Versuch sollte ich mich mal -frei von allem ernähren.
Milchfrei, Eifrei, Laktosefrei, sowieso, da ich eine Unverträglichkeit hatte.
Aber die einzige Verbesserung seines Hautzustandes verdankt Lukibärli, die kleine Schubbermaus eher dem Cortisonzäpfchen.

Und als brave Patientin hielt ich mich auch dran, und erweiterte um alle tierische Eiweiße.
Was verfluchte ich Göttergatte, als er einen Apfelkuchen (enthält Milch und Ei) aß, einen Kaffe (enthält Milch) trank, Schockolade....
Das hat was von Psychoterror, wäre für mich mindestens einmal Guantanmo, wenn ich mich dauerhaft so ernähren müßte.
Ich bemerkte wie schwierig es Veganlebende haben müßen..Irgendwie bescheuert sich Dingen zu entsagen, das widerspricht doch so völlig der Evolutionsbiologie, oder?
Nimm was du kriegen kannst und schaffe dir einen kalorischen Polster für die schlechten Zeiten.

Wahrscheinlich denken sich jetzt alle LeserInnen, die mich nicht kennen ich muß ein kleines Pummelchen sein, daß mir der ganze Süßkram (ah, Eis habe ich vergessen...wie oft habe ich in eine Eisdiele gestarrt, als ich Luki im Manducca durch Berlin spazieren trug).
Bin ich gar nicht, nur besteht die Hälft meines Speiseplans aus "Ungesunden"...
Ein Hoch auf McDoof und dem Big Mäc!!
Aber das positive des Kinderarztbesuches:
Er empfahl Göttergatten in die Pflicht zu holen und einen Abend pro Woche was für mich zu tun..Wenns der Mama gut geht, gehts dem Baby auch besser.

Dies kam ich heute auch schon nach und fuhr abends allein nach Friedrichhain in den Simon-Dach Kiez.
Wie viele junge, mehr oder weniger gestylte oder schicke Menschen sich dort rumtrieben, ich kam mir mit meinen 28 Jahren wirklich alt vor.
Aber wahrscheinlich ist das kein Alters- sondern ein Lebensstilunterschied.
Ich bin zwar auch die ganze Nacht wach, aber nicht mir alkoholische Getränke und laute Musik einzuverleiben, sondern um Schubbermäuschens Händchen zu halten.
Dann war ich noch in einem T-Shirtladen drinnen, wo eigentlich alle anderen gedutzt wurden, zu mir wurde "Sie" gesagt. Wahrscheinlich würden die Kids sogar für mich in der Straßenbahn aufstehen.
Hilfe ich bin Ende Zwanzig, komme mir gar nicht alt vor...

Nichtsdestotrotz werde ich mich jetzt einmal wöchentlich alleine auf machen und die junge "Szene" als alte Schachtel erkunden.
Hat doch alles Vor- und Nachteile.


Montag, 12. April 2010

eine besinnliche Osterzeit..

Es war einmal abends an einem schönen Ostermontag, wir verbrachten zuerst eine besinnliche Zeit in unserer neuen Wohnung, machten über die Feiertage ausführliche Spaziergänge..
Ich konnte sogar eine "abgewandelte" Osterjause im preussischen Norden zusammenstellen.
Da es kein Gselchtes hier oben gibt. Dieses ist wohl roh und warm geräuchert, kaufte ich einen kalt geräucherten Schinken, und siehe da er schmeckte sogar.
Jeglichen Versuch frischen Krenn zu kaufen scheiterte jedoch an mangelnder Qualität, die zwei Stück die ich erstand, waren schlicht und einfach faul...Osterpinze backte ich sogar selbst..

Naja zurück zum Beginn, also wie haben richtig schöne Ostern verbracht..
Und zur Feier des Tages, sollte Lukimausi nach dem davor kläglich gescheiterten Versuch mit 3 Monaten, eine Hipp Bio Anfangsmilch 1 trinken.
Dieses Mal aus seiner Trinklerntasse.
Und es sah richtig gut aus, ich mußte das Gesöff zwar zweimal mischen, da ich mit dem ersten Ergebnis nicht zufrieden war.
Der Kleine nahm aber wirklich dann richtig kräftige Schlucke und ich mußte sogar den "Schnabel" abschrauben und er trank ganz normal aus dem Becher.
Meine Freude war deutlich sichtbar,vielleicht die ersten Schritte Richtung abstillen?! Göttergatte war auch ganz begeistert von Lukibärli.

Wir gaben ihm das "Fläschchen" gegen 19:00, dann sollte es ins Bett gehen und mein Mann war schon auf dem Sprung zum Nachtdienst.

19:10: Lukas kratzt sich im Gesicht, da er ja ein Ekzembaby ist, nicht weiter ungewöhnlich.

19:12 Mama geht schauen, und riesige weiße Quaddeln waren auf den Wangen, Hals und oberen Brustbereich sichtbar.
PANIK.
Mein Mann war dagegen das genaue Gegenteil. Das ist nur örtlich, wo die Milch rüber rann. Er holte die gegen das Ekzem verschriebene Cortisoncreme und wir schmierten ordentlich was drauf.

19:14 Baby beginnt zu heulen, gleichzeitig beginnt Mama zu heulen.
Noch mehr Panik. Anaphylaktischer Schock???? Er wird sterben und ich habe ihm die blöde Milch eingeflößt, Rabbenmutter!
Hilfe, ich wollte sofort ins Krankenhaus, nochmals Gatte, der meinte, ist nur lokal.

19:15 Anruf kinderärztliche Notdienst, Information Ärztin ruft zurück.

19:16 Mann verläßt Wohnung zum zur Arbeitfahren, was habe ich ihn verteufelt.
19:18 Rückruf Kinderärztin, sofort ins Krankenhaus, es dauere zu lange bis sie bei uns wäre, wir sollten mit dem Taxi !!! fahren.
19:19 a) ich hatte keinen Kindersitz zu Hause, dieser war auf den Weg zur Arbeit, b) keine Telefonnummer eines Taxis und c) kein Internet um dies zu recherchieren.

HILFE, ich rannte wie ein hysterisches Huhn in der Wohnung auf und ab, hab unterwegs mein Handy "verloren" und mußte dieses dann noch 1 Minute suchen.
Ich rief wieder meinen Mann an, um den aktuellen Schrecken weiterzugeben, und ihn zu bitten ein Taxi mit Maxicosi zu bestellen. Er hatte eine Taxinummer im Handy eingespeichert, wie umsichtig.
In der Zwischenzeit rannte ich wiederholt vom Wohnzimmer übers Schlafzimmer ins Kinderzimmer und versuchte Lukibärli anzuziehen, der noch immer einen roten Kopf mit Quaddeln hatte, jedoch aufgehört hatte zu Weinen.
Ich ließ ihm in seinen Schlafanzug, zog irgendetwas drüber, wollte sein Untersuchungsheft einpacken, doch aus der Intention wurde nichts, was ich aber erst im Westend Krankenhaus bemerkt.

19:25 es läutet-Taxi ist da.
Lukimaus wurde halbangezogen mitgeschleift, verhielt sich richtig tapfer und ruhig, dafür war das Muttertier umso gackriger.
Ich möchte nicht wissen, was sich der Taxifahrer dachte, als er uns zwei sah.
Fahrt zum Westend Krankenhaud.
Dazwischen schlief das völlig übermüdete Mäuschen ein - eigentlich liegt er um die Zeit schon im Bett.
Ich wurde hierauf noch mehr panisch. Da ich mir nicht mehr über seine Atmung sicher sein konnte, wurde das arme Kind bis zum Brustkorb freigemacht, damit ich die Atembewegung beobachten konnte.
Eigentlich eh ein Wunder, daß er sich bei den heißen 7 Grad Außentemperatur keine Erkältung mit Übergang zu einer Lungenentzündung zugezogen hatte.

19:35 Ankunft mit schlafendem Baby in der Triagestelle (dort werden die Kranken nach Wichtigkeit von 1-5 gereiht) der Ersten Hilfe.
Wir waren eine 3, somit kamen wir wirklich unverzüglich dran, ging schneller als beim Kinderarzt.
Ist aber auch ein Zeichen dafür, daß keine 4 oder 5 anwesend war.

19.45 entblößtes Kind wurde von netter Ärztin angesehen, die sofortige Diagnose Kuhmilchallergie stellte...Ich schluckte..
Wäre wahrscheinlich noch vor 30 Jahren ein Todesurteil gewesen..
Mittlerweile waren die Quaddeln im Gesicht schon ein wenig verblaßt, und Bärli bekam noch ein Cortisonzäpfchen.
Für ihn war alles zu viel, kaum näherte sich eine fremde Person, und es waren ja alle fremd, ging ängstliches Weinen los, er tat mir richtig Leid.
Jetzt war er panisch, ich beruhigt im Krankenhaus zu sein.

Zum Ende des Osterwochenendes, wir durften wieder nachhause, ich stellte mir ein Kuhmilchfreies Leben für Luki als schrecklich vor:
kein Eis, keine Milchschnitte, kein Milchreis, keine Süßspeisen, keine Palatschinken...Buuhhh alles ungerecht...
Jedoch am nächsten Tag hätte ich schon eine kuhmilchfreie Ernährung für wenig schlimm gehalten, denn dann sollten wir einen Allergietest machen, wo sich noch anderes herausstellte.

Auf was man alles allergisch sein kann.....

Dienstag, 6. April 2010

ES gibt wieder NETZ..

Ein herzliches Hi aus dem Nichtszenebezirk Wilmersdorf, wir sind ja umgezogen vor ca. 2 Wochen und sorry fürs so lange nicht melden.
Natürlich war dies alles richtig streßig und noch streßig ist es dann seinen Telefonanschluß mitzunehmen.
Wir bekamen einen charmanten Brief von Versatel darin zu lesen, daß am 06.04. ein Telekommensch vorbeikommen sollte, zum "Pieps" auf die Leitung setzen.
Doch es kam natürlich ganz anders.

Mein Mann, der nach dem Nachtdienst nachhause kam, harrte bis mittags aus, um den Herrn in der angekündigten Zeit nicht zu verpassen, wartete und wartete.
Luki und ich mußten dringend zum Kinderarzt, Verweis auf nächsten Blog.
Und wer kam natürlich nicht - der Herr von der T-Kom.

Dafür nachmittags nach gemeinsamen Mittagsschläfchen läutete es an der Tür, mein Mann sprang auf, und siehe da jemand von der Telekom stand davor.
Seltsam war schon, daß dieser Herr in Anzug die Wohnung betrat, und noch eine weibliche Begleiterin dabei hatte.
Mein Mann ließ die Herrschaften jedoch hinein.

Nach einem jovialen Handschlag auf den Nacken meines Mannes, und Gratulation zu unserem Junior, gings gleich in medias res. Ein versucht eloquenter, aufgepumpter Prolet, versuchte uns einen T-Kom Vertrag aufzudrängen..
Hilfe, die Drückerkolonne...
Und gleich läutete es nochmals, dann stand noch einer vor der Türe, dieser hatte sogar ein "Blaumann-Uniform" an. Aber auch er wollte nicht unseren Anschluß reparieren.
Nach langen Hin- und noch längerem Her- verließen sie erst die Wohnung, und dazwischen wurde wiederholt beteuert, wie toll das alles bei der Telekom gehen würde..wer weiß...

Letztlich zwei Tage später, funktionierte zuerst der DSL Anschluß, dann seit gestern auch noch das Telefon..

Wir haben wieder Kontakt....