Die Fortsetzung unseres Ostermärchens ist die einer unglaublichen Menge an Restriktionen und Allergien.
Man glaubt gar nicht worauf so ein kleines Wesen alles allergisch sein kann, wo er eigentlich nur Muttermilch bekam..Oder Schatzi ;-)???
Nach dem folgenden Kinderarztbesuch ist es amtlich, Luki ist ein Ekzem- und Allergiebaby.
Der Allergiewolf packte ihn bei Milchprodukten und Ei..
Es bestehen ja eh nur circa 2/3 aller Lebensmittel und Gerichte aus den Zutaten..Leicht zu vermeiden.
Das aller furchtbarste aber:
Ich selbst mußte für 1,5 Woche mir all dieser Dinge entsagen. Da ich ihn ja noch stille, meinte der Allergologe als Versuch sollte ich mich mal -frei von allem ernähren.
Milchfrei, Eifrei, Laktosefrei, sowieso, da ich eine Unverträglichkeit hatte.
Aber die einzige Verbesserung seines Hautzustandes verdankt Lukibärli, die kleine Schubbermaus eher dem Cortisonzäpfchen.
Und als brave Patientin hielt ich mich auch dran, und erweiterte um alle tierische Eiweiße.
Was verfluchte ich Göttergatte, als er einen Apfelkuchen (enthält Milch und Ei) aß, einen Kaffe (enthält Milch) trank, Schockolade....
Das hat was von Psychoterror, wäre für mich mindestens einmal Guantanmo, wenn ich mich dauerhaft so ernähren müßte.
Ich bemerkte wie schwierig es Veganlebende haben müßen..Irgendwie bescheuert sich Dingen zu entsagen, das widerspricht doch so völlig der Evolutionsbiologie, oder?
Nimm was du kriegen kannst und schaffe dir einen kalorischen Polster für die schlechten Zeiten.
Wahrscheinlich denken sich jetzt alle LeserInnen, die mich nicht kennen ich muß ein kleines Pummelchen sein, daß mir der ganze Süßkram (ah, Eis habe ich vergessen...wie oft habe ich in eine Eisdiele gestarrt, als ich Luki im Manducca durch Berlin spazieren trug).
Bin ich gar nicht, nur besteht die Hälft meines Speiseplans aus "Ungesunden"...
Ein Hoch auf McDoof und dem Big Mäc!!
Aber das positive des Kinderarztbesuches:
Er empfahl Göttergatten in die Pflicht zu holen und einen Abend pro Woche was für mich zu tun..Wenns der Mama gut geht, gehts dem Baby auch besser.
Dies kam ich heute auch schon nach und fuhr abends allein nach Friedrichhain in den Simon-Dach Kiez.
Wie viele junge, mehr oder weniger gestylte oder schicke Menschen sich dort rumtrieben, ich kam mir mit meinen 28 Jahren wirklich alt vor.
Aber wahrscheinlich ist das kein Alters- sondern ein Lebensstilunterschied.
Ich bin zwar auch die ganze Nacht wach, aber nicht mir alkoholische Getränke und laute Musik einzuverleiben, sondern um Schubbermäuschens Händchen zu halten.
Dann war ich noch in einem T-Shirtladen drinnen, wo eigentlich alle anderen gedutzt wurden, zu mir wurde "Sie" gesagt. Wahrscheinlich würden die Kids sogar für mich in der Straßenbahn aufstehen.
Hilfe ich bin Ende Zwanzig, komme mir gar nicht alt vor...
Nichtsdestotrotz werde ich mich jetzt einmal wöchentlich alleine auf machen und die junge "Szene" als alte Schachtel erkunden.
Hat doch alles Vor- und Nachteile.
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