Sonntag, 9. Mai 2010

LOKoLOKoLOKomotive

Er ist so quengelig, quengelig, quengelig..
Ja Luke steht vor dem nächstem Entwicklungsschritt, dem Loskrabbeln und ärgert sich derzeit vom Beginn des Tag, mit Öffnen der Augen, bis zum Schließen derer, daß nichts weitergeht..
Eine Geduldsprobe, für ihn und mich.
Zeit für Stoßgebete für Mobilität..
Vielleicht sollte ich ihm eine motorisierte Krabbelrolle basteln, dann würde er sicher wie ein Irrer durch die Wohnung preschen, von einem verbotenen Kabel zur nächsten Steckdose, dazwischen an meiner Handtasche halten und am Messer lutschen.
Das wäre wahrscheinlich seine Vorstellung vom Zeitvertreib eines 7 Monate alten Jungen.

Daneben tut ein Schnupfen und eine rinnende Nase das ihrige. Danke Jair. Ein kleiner Junge, der bei der letzten Pekipgruppe mit roten Augen, Niesen und Husten auffiel.
Da sich in der wohligen Atmosphäre von 35 Grad, jeder Virus millionenfach teilt in einer Stunden, ist Bärli jetzt krank.
Wahrscheinlich auch die anderen Kids.
Aber was solls man kann sich nur sagen, stärkt das Immunsystem und so ein bisschen Rotz auf der eigenen Kleidung, gibt einen unglaublich individuellen Touch.
Dafür klingt Lukis Niesen echt süß, ganz kurz, hoch und er schüttelt sich dabei richtig witzig.
Husten klingt auch eher nach einer kaberettistischen Einlagen.
Nachts erinnert er an eine verstopfte Lokomotive, wenn er mir direkt ins Ohr atmet.
Ebenso nur zu hoffen, daß sich dieser Zustand auch möglichst kurz hält.

Oder er wird eine krabbelnde Lokomotive...

reaktionärer Muttertag


Gedanken zum Tag des Konservativismus oder des Reaktionärseins.

Heute ist mein erster Muttertag und ich bestand auf ein Minimum an Feierlichkeit.
Blumen, Geschenk, Ausgehen..
Dies war auch letztens Thema in der Pekipgruppe und ich war die einzige von acht Mums, die Muttertag feiern wollten.
Argument der anderen: Will jeden Tag gefeiert, anerkannt werden und Blumen geschenkt bekommen...
Der Tag sei ein Rückschritt der emanzipierten Frauen, eine Kniefall vor dem starken, männlichen Geschlecht, der die Frauen zurück an den Herd drängen wollen.
Übrigens die Frauen, die am lautesten dagegen wetterten hat mindestens drei Kinder und waren schon seit Jahren nicht mehr an einem Arbeitsplatz gesehen worden.
Dafür aber alles im Bioladen gekauft und die Kleidung ökologisch wertvoll.

Doch mal ganz ehrlich, wer von euch Haushaltstieren wird täglich vom Göttergaten mit Grünzeug belohnt.
Ich nicht..
Ich werde wahrscheinlich täglich wertgeschätzt, aber Frühstück gemacht bekomme ich seltenst..
Ah und einfach so einen Armreif geschenkt (richtig schick von Desigual), bekomme ich auch nicht.
Hoch auf den reaktionären Muttertag.
Und was freu ich mich jetzt schon auf die selbstgebastelten Blumen von Luki, die dann einen Ehrenplatz am Esstisch erhalten werden. Natürlich ist das Zukunftsmusik, aber innerlich hoff´ich schon drauf.
Übrigens fand ich Muttertag immer irgendwie unnötig und überbewertet, bis ich selbst Mama wurde.
Stolze Mama..eines zuckersüßen Jungen mit rehbraunen, riesigen Kulleraugen, niedlichem, noch immer zahnlosen Lächeln und mitreißendsten Lacher der Welt..
Eigentlich sollte Muttertag, doch Kindertag heißen, danke daß es euch gibt Kids...