Sonntag, 9. Mai 2010

reaktionärer Muttertag


Gedanken zum Tag des Konservativismus oder des Reaktionärseins.

Heute ist mein erster Muttertag und ich bestand auf ein Minimum an Feierlichkeit.
Blumen, Geschenk, Ausgehen..
Dies war auch letztens Thema in der Pekipgruppe und ich war die einzige von acht Mums, die Muttertag feiern wollten.
Argument der anderen: Will jeden Tag gefeiert, anerkannt werden und Blumen geschenkt bekommen...
Der Tag sei ein Rückschritt der emanzipierten Frauen, eine Kniefall vor dem starken, männlichen Geschlecht, der die Frauen zurück an den Herd drängen wollen.
Übrigens die Frauen, die am lautesten dagegen wetterten hat mindestens drei Kinder und waren schon seit Jahren nicht mehr an einem Arbeitsplatz gesehen worden.
Dafür aber alles im Bioladen gekauft und die Kleidung ökologisch wertvoll.

Doch mal ganz ehrlich, wer von euch Haushaltstieren wird täglich vom Göttergaten mit Grünzeug belohnt.
Ich nicht..
Ich werde wahrscheinlich täglich wertgeschätzt, aber Frühstück gemacht bekomme ich seltenst..
Ah und einfach so einen Armreif geschenkt (richtig schick von Desigual), bekomme ich auch nicht.
Hoch auf den reaktionären Muttertag.
Und was freu ich mich jetzt schon auf die selbstgebastelten Blumen von Luki, die dann einen Ehrenplatz am Esstisch erhalten werden. Natürlich ist das Zukunftsmusik, aber innerlich hoff´ich schon drauf.
Übrigens fand ich Muttertag immer irgendwie unnötig und überbewertet, bis ich selbst Mama wurde.
Stolze Mama..eines zuckersüßen Jungen mit rehbraunen, riesigen Kulleraugen, niedlichem, noch immer zahnlosen Lächeln und mitreißendsten Lacher der Welt..
Eigentlich sollte Muttertag, doch Kindertag heißen, danke daß es euch gibt Kids...

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