Sonntag, 9. Oktober 2011

Experimente..

Es war eine Woche der Experimente...

Einerseits natürlich das kinderfrei Experiment, welches wirklich positiv verlief, ich konnte am Sonntag letzter Woche sogar nachmittags Tanzen gehen, guter Tip "Kater Holzig", wenn man an der Türfrau vorbeikommt, ein wirklich gelungener Erwachsenenspielplatz mit guten Drinks, guter Musik und auch Menschen fortgeschrittenen Alters..
Am Montag dann endlich der Zeitpunkt des zum Flughafen Fahrens und in der Halle Wartens..Ich rief Göttergatte schon kaum, daß ich "gelandet" am Bildschirm sah, an, und konnte kaum erwarten Lukimaus in den Arm zu schließen, und wie im schlechten Film als er nach Öffnen der Automatiktür dazwischen durchlief, mit seinen braunen Kulleraugen, seiner Latzhose, sein von den ganzen Snacks, während des Flugzeuges verklebtes Gesicht, es gab sicher auch was mit Sojamilchkakao, nach Farbe seine Shirts zu urteilen..da stiegen mir die Tränen in die Augen, war richtig bewegt von dem kleinen Kerl..gut daß sie wieder da sind..


Das nächste Experiment, gehört eher in den Bereich Crashtestversuche mit Kleinkinder und Kleinkindversorgungsqualtiäten von Vätern..
Wir waren nämlich heute vormittag schon auf einem Straßenfest in Berlin, sogenanntes Kürbisfest mit einer Freundin und ihren zwei Jungs, wobei der eine noch liegend zu transportieren ist, der andere jedoch ein Aktivitätsniveau von mindestens 2 Kindern besitzt, daher wo Paul ist, ist Unfug auch nicht weit entfernt. Nach ca. zwei Stunden Kleinkind hinterherlaufen, Kleinkinder vom Boden aufheben, u. a. da Paul keine 8 € Luftballon bekam, dies endete damit, daß die Süßgikeiten, die er in einem Stock mit Rad und Glocke hatte, hinausfielen und er sich auf den Boden stürzte um sich möglichst viele kleine süße, bunten Kugerln in den Mund zu stopfen, bis man ihn davon entfernen konnte um ihn in den Luxus-Zwei- Kind-Buggy zu setzen.
Jedes Mal, wenn ich mich mit Zweikindbesitzern umgeben, drängt sich mein Vermehrungswunsch sicher 8 Wochen nach hinten. Hochachtung vor den Mamas.

Dann auf den Weg zurück, bewundern wir noch den netten, kleinen Jungen mit sehr schicken Mickey-Mouse Sneakers, die kriegt Luke zu Weihnachten. Das Kindchen wird natürlich stilvoll in einen Bugaboo Kinderwagen geschoben, wir fuhren parallel über den Zebrastreifen, der Nachbarsvater mit strammen Schritt, hinter ihm eine junge Dame mit roten Bobbycar, und der Vater fährt unverzagt, trotz Bordsteinkante weiter, hebt vorne nicht an und, plötzlich segelt der Kleine kopfüber aus dem Bugaboo und stürzt zu Boden.
Ich muß sagen, der Sturzflug war echt filmreif, aufgekommen am Kinn zuerst, dann nochmal über den Rücken überschlagen, letztlich hatte er dies mit Blessuren und Schramme überstanden, doch das bemerkenswerteste:
kein Weinen..

Ich glaube Luki, hätte nach so einem Vorfall mindestens 5 Minuten Dauerton geschrien, dann noch in den nächsten Woche immer wieder aufs Kinn gezeigt, dies mit "Aua, aua, Tüta-Auto Krankenhaus", tituliert und uns so diese Unachtsamkeit unwiederbringlich ins Gewissen gebrannt. Wahrscheinlich hätte er noch dutzendfach Spielzeug aus schlechtem Gewissen bekommen, und der kleine Bugaboofahrer, NICHTS, still..

Crashtestversuch letztlich positiv überstanden,
Nach dem Blick der Mutter jedoch zu urteilen, wünschte diese gerade ihrem geliebten Gatten den plötzlichen Herztod..

Daneben unternahm ich noch einen Lammbratenversuch, welcher vorzüglich gelang..
Zuerst suchte ich den türkischen Metzger meines Vertrauens auf, dieser empfahl mir ein Stück mit Knochen (1,2kg) und schenkte mir einen Bratschlauch dazu.
So recht konnte ich mir gar nicht vorstellen, was denn ein Bratschlauch sein sollte, doch ich muß sagen drei Daumen hoch.
Eine wirklich tolle Erfindung, nach leichten Säubern und Abschneiden von Sehnen, würzt man das Fleich, reibt dies zuerst mit Öl, dann mit viel Salz, Pfeffer, Oregano, Thymian, Paprikapulver ein, legt dieses mit Gemüse (Karotten, Zwiebeln, was man so möchte ) in den Bratschlauch, bindet diesen zu, schneidet ein kleines Loch oben hinein, füllt 1/8 l Wasser oder Brühe hinein, und gibt es letztlich in eine Auflaufform.
Dies kommt dann in den vorgeheizten Ofen bei 180 Grad Ober- und Unterhitze und nach circa zwei Stunden, leert man den heißen Braten, butterweichen hinaus in den Bräter und läßt diesen noch 15 Minuten im Ofen, für die Kruste..
Ein tolles Rezept, super einfach und gelingt sicher..Meine Männer liebten es.
Einmal machte ich dazu nur Reis, sollte schnell gehen.
Heute gab es Röstkartoffeln (zuerst Kartoffeln kochen, schälen, klein schneiden, dann mit in Öl gerösteten Zwiebeln vermengen und nochmal bisserl mitbraten, würzen mit Salz und Pfeffer-fertig), dazu Kühne Rotkohl.
Experiment positiv verlaufen..

Ah, und das letzte Experiment: ich erschlich mir Legospielzeug von Lukas, was dann auch in Unmutsäußerungen von ihm endete, und versucht Fotogeschichten zu erzählen...siehe Bild..
Entscheidet selbst, ob positiv oder negativ verlaufen..

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