Sonntag, 16. Oktober 2011

Manchmal kommts anders..


Mittlerweile ist die Erkältung wieder ein Stückchen in den Hintergrund getreten, bedingt durch Sonnenschein ist das herbstlich kalte Berlin richtig erträglich..
Heute morgen machte ich mich bestens gelaunt mit der Sonne im Rücken auf den Weg Richtung Arbeitsstätte, vorbei am Gammelkaisers (3 von 5 Produkten dieser rühmlichen Filiale der Supermarktkette Kaisers, hat das Mindesthaltbarkeitsdatum deutlich überschritten), federnden Schrittes und zu "Wonderful life" von Seeed mitwippend.
Ich war flott zu Fuß, als ich plötzlich keine Bodenkontkat mehr mit dem linken Fuß aufbauen konnte, gleichzeitig das rechte Bein hochriss, mich gerade noch abfangen konnte durch beidseitiges Ärmchen in die Höhe reißen, ich schlitterte gut einen halben Meter weit, und merkte dann schon eine bestialischen Geruch von unter mir aufsteigen..
Scheiße...ein riesiger Hundekothaufen drückte sich beiderseits meines linken Schuhes nach oben, und verschmutzt meine weißen Converse Sneakers..

Kurz fluchte ich vor mich hin, doch dann dachte ich, daß es eigentlich ein Glücksfall ist an einem Tag, an welchem Frau gut gestimmt ist, dies zu erleben, deutlich furchtbarer wäre dieses Ereignis, bei eh schon mieser Stimmung..
Frei nach dem Motto: find in jeder Situation was gutes..
Ich schaltete hierauf den Ipod auf Nirvana "Smells like teen spirit", und fühlte mich durch den melancholisch wütenden Gesang von Kurt Cobain ein bisschen entlasteter...

Wie erfreulich, daß Berlin auch die Hundehauptstadt Deutschlands ist, danke liebe Nachbarn..

Thema Hunde ist bei uns übrigens auch abwechslungsreich, vor bekannten Hunden hat Luke gar keinen Respekt, schubst diese weg und nimmt ihnen Fressen aus dem Maul.
Aber bei fremden Hunden ab einer gewissen Größe, größer als ein Stofftier meine ich, beginnt er sich zu fürchten, vielleicht ist dies eine natürliche Abwehr vor vollgekoteten Schuhe.

Er stellt sich unverzüglich vor mich hin, reißt auch beide Ärmchen auseinander, schreit "Hoppa", dann noch "Angst", bis ich ihn in den Arm nehme.

Ein anderer Ort, wo immer Angst herrscht ist am Abendbrottisch, denn parallel zum Abendessen wird's draussen dunkel, plötzlich bemerkt er dies nach dem 3. Honigbrot, bis dahin war seine Aufmerksamkeit völlig bei Honigbrot, zeigt zum Fenster, es entgleiten die Gesichtszüge Richtung Weinen und er schreit "Angst"...
Hierauf läßt einer der Großen des Haushaltes die Jalousien herunter, Luki lächelt dreht seine Handflächen zur Decke und äußert "weg Angst"..

Wenn sich so schnell nur der Hundekot von meinen Schuhen entfernen würde. Ich habe die Schuhe in meiner Arbeitsstätte gelassen..


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